Wo ist unser Ich?

Von Peter Bernath


Im vorigen Artikel (Denkzentrale Gehirn?) habe ich geschrieben, dass wir nicht mit dem Gehirn denken, sondern dass das Gehirn eine „Relaisstation“ ist, die den Körper mit der Seele verbindet. Der Beweis findet sich in außerkörperlichen Erlebnissen, bei denen nicht nur das Wahrnehmungsvermögen, sondern auch Gedächtnis und Denkvermögen erhalten bleiben, obwohl der Körper inaktiv ist. Da könnte man meinen, dass die Seele denkt, aber die Seele hat einen Körper, der die Vorlage für den materiellen Körper ist  und mit diesem in den Abmessungen übereinstimmt, sofern nicht irgendwelche Körperteile durch Unfall oder Operation verloren gegangen sind.

Die Seele, bzw. das Geistwesen, das wir als Seele bezeichnen, so wie sie von anderen Seelen und von hellsichtigen Menschen wahrgenommen wird, hat einen Körper. Der Körper ist nicht Geist, also denkt auch das Gehirn der Seele nicht, kann man logisch schließen. Dann muss also auch das Gehirn der Seele eine Relaisstation sein, die eine „Adresse“ haben muss, die die geistigen Funktionen ausübt. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass unser Gedächtnis im Kosmos liegt und, wie auch das Denken, eine rein geistige Funktion ist.

Ein Vergleich mit der Technik soll dies veranschaulichen: Es gibt Roboter, die mit einer Kamera und evtl. mit einem Mikrofon ausgerüstet sind und über eine Funkverbindung mit einem Schaltpult mit Bildschirm verbunden sind. Am Bildschirm ist das Bild, das die Kamera aufnimmt sichtbar und die Geräusche und Töne, die das Mikrifon „hört“ sind über einen Kopfhörer für den Bediener Wahrnehmbar. Das Schaltpult wird von einem Menschen bedient. Wenn wir das auf den Menschen übertragen, dann ist der Roboter der Körper, die Kamera und das evtl. vorhandene Mikrofon sind die Sinnesorgane des Körpers. Die Räder und Greifarme entsprechen den Armen und Beinen des Körpers. Die Sende- und Empfangsstation entspricht dem Gehirn und arbeitet genau mit der Frequenz des zugehörigen Schaltpults. Der Mensch, der das Schaltpult bedient, empfängt über Bildschirm und Kopfhörer das, was der Roboter „wahrnimmt“. Dieser Mensch erkennt und versteht die „Wahrnehmungen“ des Roboters, interpretiert sie und steuert den Roboter. Der Mensch ist der denkende Geist des Roboters.

Gedanken und Telepathie sind ohne Verzögerung im gesamten Universum beim Entstehen verfügbar. Wir sagen, wir tragen in uns den Göttlichen Funken, den wir als Seelenkern bezeichnen. Dieser Göttliche Funke, unser Seelenkern ist der Teil GOTTES, der das „Ich bin“ ausmacht. Er beinhaltet unser Bewusstsein und ist reiner Geist. Die Aussage, dass wir im Kosmos denken und dass unser Gedächtnis im Kosmos liegt, ist keine Ortsbestimmung. Durch die verzögerungsfreie Übertragung geistiger Informationen und Signale, kann dieser Teil der uns als Menschen ausmacht an jeder beliebigen Stelle im Kosmos liegen und dort bleiben, egal wo sich unser Körper befindet.

Machen wir ein Gedankenexperiment: Angenommen wir steckten jeder in einer körpernahen Umhüllung, die unsere Sinnesorgane stilllegt und statt dessen mit den Nerven verbunden ist, andererseits unsere Äußerungen und körperlichen Impulse abfängt, bevor der Körper sie ausführen kann. Diese Umhüllung hat eine Sende-Empfangsstation, die mit einem Roboter verbunden ist, der eine menschliche Gestalt hat und auf die Signale reagiert, die wir an unseren Körper abgeben und der Sensoren hat, die unseren Sinnesorganen entsprechen und diese Signale an unsere Umhüllung senden. Nehmen wir weiter an, dass die gesendeten und empfangenen Signale jeweils ohne Zeitverzögerung und Schwächung ankommen, dann könnte der Roboter auf dem Mars sein, während wir zuhause im Sessel sitzen. Wir würden nicht erkennen, dass wir zuhause auf dem Sessel sitzen, sondern hätten den Eindruck, selbst auf dem Mars zu sein. Wir wären vergleichsweide der Geist, der nicht aus der Substanz des Roboters besteht und hätten das Empfinden. Selbst auf dem Mars zu sein und dort wahrzunehmen und zu agieren.

Es spielt also überhaupt keine Rolle, wo sich unser Ich, unser Geist, der wir in Wahrheit sind, befindet, denn wir empfinden uns vollkommen auf dem Mars, was in Wirklichkeit eine Illusion ist.