Text Quelle : vom Medium Peter Bernath persönlich zum Mitveröffentlichung autorisiert

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Zweiter Teil : 4.5 

(Durchgabe aus den SPHÄREN DES LICHTS)

“ Ich will Wasser ausgießen auf das dürstende Land und Riesenfluten auf das dürre. Ich will meinen Geist auf deine Volksgenossen ausgießen und meinen Segen auf deine Sprößlinge „ .    Jesaja 44, 3

Was einem bestimmten Zweck dienen soll, muß vorher in entsprechender Weise hergerichtet, zubereitet und angepaßt werden. Eure Maschinen und Werkzeuge werden so konstruiert, wie es der Zweck erfordert, dem sie dienen sollen.

Die Medien sind Werkzeuge der Geisterwelt.

Sie sollen die Verbindung der Geister mit der materiellen Schöpfung ermöglichen.

Daher müssen sie befähigt werden, das zu leisten, was zur Erreichung jenes Zweckes erforderlich ist. Das geschieht durch die Ausbildung ihrer medialen Kräfte.

Die Medien sind in der Hauptsache Kraftquellen, aus denen die Geistwesen den Betriebsstoff für ihre Arbeit nehmen. Sie liefern die Odkraft.

Um dir die Vorgänge bei Ausbildung der Medien möglichst verständlich zu machen, nehme ich wiederum ein Gleichnis zu Hilfe: Zum Betrieb eurer Kraftwagen habt ihr einen Stoff, der aus den Erdölquellen genommen wird. Bei Erschließung dieser Quellen sucht man durch Tiefbohrung zunächst eine solche Menge Erdöl zu gewinnen, daß die Ausbeute sich lohnt. Aber das aus jenen Quellen fließende Rohöl ist noch nicht gebrauchsfähig. Es muß zuerst gereinigt und durch verschiedene Filtrierungsmethoden den mannigfachsten Verwendungszwecken angepaßt werden. So muß auch die Geisterwelt in erster Linie darauf bedacht sein, eine möglichst große Odmenge durch die Medien zu erlangen. Das Od ist jedoch mit dem Körper des Mediums verbunden.

Es muß erreicht werden, daß sich das Od leicht löst und in der erforderlichen Menge an die Geisterwelt abgegeben werden kann.

Auch bei euren künstlichen Düngemitteln sprecht ihr von einer Löslichkeit der Stoffe. Ihr unterscheidet einen Gesamtgehalt an Phosphor, Kali, Stickstoff und Kalk und einen löslichen Teil. Nur der letztere hat für euch Wert, und  nur die Prozentsätze der löslichen Stoffe werden bezahlt. So hat für die Geister nur das Od einen Wert, das infolge seiner Löslichkeit vom irdischen Körper an sie abgegeben werden kann.

Je höher die Löslichkeit des Od eines Mediums ist, um so größer ist die abgabefähige Odmenge. Und um so stärker und umfangreicher sind auch die Phänomene, die von den Geistwesen hervorgebracht werden.

Wenn ich von dem Od spreche, das durch die Ausbildung der Medien beschafft wird und das der sich betätigenden Geisterwelt als Betriebsstoff dient, so muß ich eine sehr wichtige Bemerkung einschalten:

Handelt es sich nämlich bei der Betätigung eines Geistes um Ausführung eines besonderen Befehles Gottes, so steht ihm mehr Od zur Verfügung, als alle irdischen Wesen zusammen besitzen.

In diesem Falle steht der Geist mit der Quelle aller Odkraft, mit Gott selbst, in einer besonderen Verbindung und bekommt aus dieser Quelle so viel Kraft, als er zur Ausführung des göttlichen Befehles bedarf.

Ergeht zum Beispiel an einen Geist ein Befehl Gottes, euch Belehrungen zu erteilen, dann erhält er auch das dazu erforderliche Od. Er benutzt in diesem Falle freilich auch euer Od. Denn die Geisterwelt geht mit diesem wertvollen Stoff so sparsam um, wie ihr selbst mit sehr wertvollen irdischen Kostbarkeiten es zu halten pflegt. In diesem Falle unterstützt ihr mit eurem Od das dem Geiste zur Verfügung stehende Od und versetzt ihn dadurch in die Lage, seine Kundgebungen länger auszudehnen, als es von vornherein vorgesehen war. – So wird, um auf einen irdischen Vorgang vergleichshalber hinzuweisen, dem Kühlwasser eines Kühlturmes nach dem Abkühlen doch noch etwas frisches Wasser hinzugefügt, um die Wirkung zu verbessern und die Wirkungsdauer zu erhöhen.

Liegt jedoch kein Befehl Gottes vor, sondern betätigen sich bei euch die guten Geister aus eigener freier Entschließung, wenn auch unter Gutheißung Gottes, so sind die Leistungen der Geister von der Odmenge abhängig, die ihnen aus den irdischen Odquellen zur Verfügung steht, also von den Medien herrührt.

Die abgabefähige Odmenge ist bei jedem Medium verschieden.

Bei dem einen reicht sie bloß zu ganz leichten Arbeiten der Geisterwelt aus; bei einem zweiten ermöglicht sie schon viel größere Leistungen; bei einem dritten ist sie so groß, daß das Schwersteausgeführt werden kann, was es auf diesem Gebiet gibt. Dazu gehört die Verkörperung eines Geistes (Materialisation) durch eine so starke Odverdichtung, daß er in einem vollständigen menschlichen Körper vor euch steht und sich in nichts von einem wirklichen Menschen unterscheidet. In einer solchen Verkörperung erschienen drei Boten Gottes dem Abraham, begleitete der Erzengel Raphael den jungen Tobias und stand Christus nach seiner Auferstehung vor seinen Jüngern.

Das körperliche Od möglichst löslich zu machen, ist in der Hauptsache eine Aufgabe des Mediums selbst. Es geschieht durch innere Sammlung oder ‚Konzentration‘, wie ihr es nennt. Nur solche Menschen können daher gute Medien werden, die sich geistig zu sammeln und ihre Gedanken von den materiellen Dingen abzulenken fähig sind.

Daher habt ihr die meisten starken ‚Medien‘ unter den Völkern, bei denen die geistige Sammlung als religiöse Übung eine große Rolle spielt.

Das an Medien reichste Volk sind die Inder, weil ihre Religion von ihnen verlangt, daß sie sich von Jugend auf einer täglichen geistigen Sammlung befleißigen. Sie nennen es ‚geistige Versenkung‘, und viele bringen es darin zu einer großen Vollkommenheit.

Da bei der geistigen Sammlung der menschliche Geist bloß mit dem ihm eigenen Od tätig ist, ruhtunterdessen das körperliche Od. Es ist zu keinerlei Kraftanstrengung angespannt und kann soleichter frei werden für die Benutzung durch die Geisterwelt.

Je öfter der Mensch sich dieser geistigen Sammlung widmet, um so leichter wird es ihm, die ruhende körperliche Odkraft frei zu machen und durch Ausstrahlung abzugeben.

Es geht dabei, wie bei einem Magneten: Beim ersten Gebrauch ist seine Kraft noch sehr schwach. Er zieht nicht einmal das kleinste Eisenteilchen an. Aber je mehr er benutzt wird, um so stärker wird seine Kraft. Schließlich ist sie so groß, daß sie auch schwere Eisenteile festhält. – So ist es auch mit der Odkraft. Zuerst ist sie bei dem werdenden Medium sehr gering. Je öfter es sich aber der inneren Sammlung widmet, um so stärker wird die für den Geisterverkehr brauchbare Odstrahlung.

Die Ausbildung der Medien hat also als erstes Ziel, durch geistige Konzentration eine möglichststarke Odabgabe zu erreichen. Die Menge oder Stärke des irdischen Ods ist für alle Geister, die guten sowohl als auch die bösen, gleich wichtig.

Eine zweite Aufgabe der Ausbildung der Medien ist die Anpassung des Ods des Mediums an das des arbeitenden Geistes. Es ist Sache der Geisterwelt, dies zu erreichen. Die Anpassung des Ods ist sehr verschieden, je nachdem hohe Geister es benutzen wollen oder niedere Geistwesen.

Ein hoher Geist muß das mediale Od reinigen und verfeinern. Er muß es gewissermaßen filtrieren. Ein niedriges Geistwesen jedoch braucht sich dieser Mühe nicht zu unterziehen. Sein eigenes Od ist unrein und paßt sich sehr leicht ungereinigtem irdischen Od an.

Bei manchen Medien verfolgt die Ausbildung noch einen dritten Zweck. Soll nämlich das ganzekörperliche Od eines Mediums für die Arbeit der Geister verwendet werden, so ist dies bloß in dem Falle möglich, wo der Geist des Mediums aus dem Körper entfernt ist. Es muß daher eine Lösung des Geistes vom Körper des Mediums erfolgen. Diese zu bewerkstelligen, ist nicht leicht. Es erfordert eine für die Geisterwelt mühevolle und zeitraubende Arbeit. Das Medium macht dabei etwas Ähnliches durch wie ein Sterbender. Bei einem Sterbenden tritt der Tod ja auch durch Lösung des Geistes vom Körper ein. Über den Unterschied zwischen dem Körper eines Mediums, dessen Geist ausgetreten ist, und einer Leiche habe ich schon bei einer anderen Gelegenheit gesprochen.

Du wirst dich erinnern, daß beim Austritt des Geistes eines ‚Tieftrancemediums‘ noch ein Odbandden ausgetretenen Geist mit seinem Körper verbindet, während bei einer Leiche der Tod dadurch herbeigeführt wurde, daß auch dieses Odband abriß.

Aus dem Gesagten wird dir der Zweck der Ausbildung der Medien klargeworden sein:

Er besteht in möglichst großer Odabgabe, Reinigung des Ods für die Aufgaben der hohen Geisterwelt und endlich in der Lösung des Geistes der ‚Tieftrancemedien‘ vom Körper.

Auch zur Erlangung der Gaben des ‚Hellsehens‘ und ‚Hellhörens‘ ist eine Ausbildung erforderlich. Auch hier erfolgt eine teilweise Lösung des Geistes vom Körper des Hellsehers. Auch bei ihm muß das seinen Geist umgebende Od einer entsprechenden Reinigung unterzogen werden. Doch ist die teilweise Lösung des Geistes zum Zwecke des Hellsehens wesentlich verschieden von der Lösung des Geistes eines ‚Tieftrancemediums‘. Beim Hellseher tritt der Geist zwar aus, bleibt aber trotzdem mit dem ganzen körperlichen Od und allen seinen Teilen an den Körper gebunden. Das Od dehnt sich bloß, um mich irdisch auszudrücken, und ermöglicht durch diese Dehnung den teilweisen Austritt des Geistes. Eine Lösung des körperlichen Ods vom Geiste des Hellsehers findet nicht statt.

Beim ‚Tieftrancemedium‘ aber wird das ganze Od mit Ausnahme eines Odbandes von seinem Geiste gelöst, der dadurch frei wird, aus dem Körper austreten und, infolge der großen Dehnbarkeit des Odbandes, sich sehr weit von seinem Körper entfernen kann. An Stelle des ausgetretenen Geistes des Mediums tritt ein fremdes Geistwesen in den Körper ein und macht seine Kundgebungen.

Das ist beim Hellseher nicht möglich. Bei ihm kann ein fremder Geist deswegen nicht eintreten, weil der eigene Geist noch mit dem gesamten Od seines Körpers verbunden bleibt und daher für ein anderes Geistwesen kein Platz frei ist.

Beim Hellseher also ein engstes Verbundenbleiben des eigenen Geistes mit dem Od seines Körpers. Beim ‚Tieftrancemedium‘ eine fast vollständige Loslösung von seinem körperlichen Od. Beim Hellseher will der eigene Geist sehen und hören. Beim Tieftrancemedium macht der Geist des Mediums einem anderen Geistwesen Platz, damit es sich durch den Körper des Mediums unter Benutzung des zurückgebliebenen körperlichen Ods kundgeben kann.

Es gibt jedoch Hellseher, die gleichzeitig ‚Trancemedien‘ sind, sei es nun ‚Teiltrancemedien‘ oder ‚Tieftrancemedien‘.

Daß die Geisterwelt bei der Ausbildung oder Zubereitung der Medien eine vielseitige und schwierige Arbeit zu leisten hat, wirst du verstehen können. Du vermagst dir freilich keine Vorstellung zu machen, wie kostspielig – um mich menschlich auszudrücken – die Ausbildung eines Mediums für die Geisterwelt ist. Wieviele geistige Kraftströme müssen dabei verwendet, kostbare geistige Medikamente und sonstige Mittel gebraucht werden! Es sind geistige Operationen nötig, die oft viel größer und schwerer sind als die Operationen, die eure Ärzte an irdischen Körpern vornehmen.

Manche Medien haben innere Fehler, die zuerst geheilt werden müssen, bevor die Ausbildung zum Medium ihren Anfang nehmen kann.

Wie eure Ärzte bei ihren Operationen und Heilungen die mannigfachsten Instrumente und medizinischen Mittel haben, so auch wir. Es ist ja bei uns alles in derselben Weise geistig vorhanden, wie bei euch materiell. Selbstverständlich werden wir Geister nicht krank und benötigen keine Operationen und Heilungen.

Wir verwenden unsere reichen Kenntnisse und Mittel nur für die materielle Schöpfung zur Heilung von Menschen und Tieren und zur Ausbildung der Medien zum Zweck des Geisterverkehrs.

Wir haben dazu unsere Spezialisten auf allen Gebieten. Auch auf dem Gebiet der Ausbildung der Medien. Wir haben Chefärzte, Assistenten und Hilfspersonal der verschiedensten Art. Wir haben eine große Auswahl an geistigen Instrumenten, geistigen Betäubungsmitteln, Stärkungsmitteln und Medizinen.

Das alles kommt bei der Ausbildung der Medien zur Anwendung.

Groß ist daher auch die Zahl der Geister, die bei Ausbildung eines dem Guten dienenden Mediums in Tätigkeit treten. Wie bei denen, die bei einer irdischen Operation mithelfen, ein jeder eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen hat, so muß auch von den bei der Ausbildung der Medien mitwirkenden Geistern ein jeder die ihm zugeteilte Arbeit verrichten. Das alles ist wunderbar geordnet.

Eure in der Ausbildung begriffenen Medien sind daher stets in guten Händen, wenn sie sich den guten Geistern zur Verfügung stellen, das Böse von sich abweisen und alles mit Gott tun.

Es braucht sich deshalb auch niemand zu ängstigen, wenn er die Vorgänge bei den Medien, vor allem den Tieftrancemedien, während ihrer Ausbildung sieht. Es geht alles nach bestimmten Gesetzen, und die guten Geister sind eure besten Freunde. Bei ihnen habt ihr nichts zu befürchten.

Die Ausbildung der Medien erfolgt am schnellsten in den sogenannten ’spiritualistischen Sitzungen‘.

Darum möchte ich, wegen der großen Wichtigkeit der medialen Ausbildung, ausführlicher schildern, wie diese ‚Sitzungen‘ zu halten sind.

Gleichzeitig werde ich dir die Gründe für die Einzelheiten angeben, die dabei beobachtet werden sollen.

Auch werde ich dir Aufklärung geben, über die bei diesen Versammlungen zutage tretenden Vorgänge in der Ausbildung der Medien.“

 


Weiter bei: 4.6 Der Ablauf einer spiritualistischen Sitzung