EMANZIPATION

Da die Frau für den Fortschritt der Menschheit eine so bedeutende Rolle spielt, muß ich auf die Emanzipation eingehen. Nach unseren Ermittlungen hat diese Emanzipation einen falschen Weg eingeschlagen, der alles andere als ein Fortschritt ist.

Schon das Wort „Gleichberechtigung“ ist fehl am Platze. Man hat bereits gemerkt, daß der Bogen der guten Vorsätze überspannt ist.

Ich bin sehr dafür, daß die Frau beruflich, ebenso wie der Mann, reelle Aufstiegsmöglichkeiten erhält. Auch bin ich dafür, daß die Frau ein Mitspracherecht in der Politik hat.

Aber gleichermaßen bin ich entschieden gegen jede Diskriminierung und Unterdrückung der Frau. Doch ich bin dagegen, wenn die Frau versucht, den Mann zu überbieten oder ihm den Rang abzulaufen.

In Amerika hat man schon groteske Umkehrungen festgestellt.

Die „Gleichberechtigung“ der Frau wird von den meisten Menschen falsch aufgefaßt. Das Wort Gleichberechtigung darf es für diese Angleichung nicht geben. Vielmehr müßte es „Soziale Angleichung“ heißen; denn darunter kann man sich etwas anderes vorstellen. Falsch aufgefaßte Rechte führen zu verkehrten Lebensweisen und zwangsweise zur Dekadenz.

Das ist eine sehr ernste Angelegenheit, weil der Hormonhaushalt des weiblichen Körpers vollkommen gestört wird. Derartige Störungen haben aber wiederum schwere Folgen der allgemeinen Gesundheit. Dekadenz führt immer zu negativen Erscheinungen, die nicht gleich sichtbar werden. Bei allem Fleiß und Ehrgeiz sollte die Frau stets danach trachten „Frau“ zu bleiben.

Die Emanzipation der Frau ist eine sehr wichtige Angelegenheit; denn sie verändert die Frau so stark, daß sie ihrer eigentlichen Bestimmung entzogen wird.

Ihr müßt wissen, daß der menschliche Körper, also der physische Teil des Menschen, nach einem geistigen Modell entsteht. Die Information (DNA) für den Aufbau des Körpers richtet sich nach dem unsichtbaren Modell (Astralkörper). Dieser für euch unwahrnehmbare Geistkörper besteht nicht aus einem leeren Fluid. Er enthält bis auf die kleinste Zelle sämtliche Organe des leiblichen Menschen. Es spielt dabei keine Rolle ob einige Organe im Geistleben eine andere Funktion ausüben. DER GROSSE PLANER hat eine unübersehbare Fauna und Flora im ganzen Universum geschaffen, um aus ihr Erfahrungen zu gewinnen, die schließlich zum MENSCHEN geführt haben. In ihm ist alles Leben konzentriert. Selbst der unsterbliche Geistkörper ist immer noch einer ständigen Verbesserung unterworfen.

Die Emanzipation der Frau verändert den physischen Körper derart, daß dieser nicht mehr mit dem geistigen Modell übereinstimmt. Das aber kann sehr üble Folgen für die Bestimmung der Frau haben. Wenn die Geschlechter ihren markanten Unterschied einbüßen, so verlieren sie allmählich ihre Anziehungskraft. Das ist so unnatürlich, wie es mit euren Worten nicht zu beschreiben ist. Wenn nämlich die Anziehungskraft zwischen Mann und Frau verlorengeht, so schwindet auch jede Achtung – und vor allem die heilige Liebe. Damit will ich sagen, daß eine emanzipierte Frau nicht mehr liebenswert ist. Was man aber nicht liebt, wird einem gleichgültig.

Vielleicht wird der eine oder andere merken, wie wichtig diese Betrachtung ist.

Nach euren Gesetzen heißt die Emanzipation soviel wie eine Entlassung aus der Obhut des Vaters, bzw. der elterlichen Gewalt, also eine Freilassung in ein eigenes, ungeschütztes Leben.

Diese formelle Feststellung ist sehr wichtig, denn sie findet hier tatsächlich volle Anwendung.

Mit der Emanzipierung verzichtet die Frau freiwillig auf den Schutz und auch auf die Verantwortung des Mannes. Sie ist sich selbst überlassen. Wenn das überall schiefgeht, so ist das kein Wunder. Auf alle Fälle ist es keineswegs gottgewollt.

Es soll jedoch nicht heißen, daß die Frau wie ein minderjähriges Kind behandelt werden, soll. Aber der Mann soll ihr die Schwere der Verantwortung abnehmen, wenn es sich um die Existenzfragen handelt.

Heute verstehen die meisten Frauen unter der Emanzipation die Freilassung aus der Abhängigkeit des Mannes. Damit geben sie gewisse natürliche Rechte auf, die weit wertvoller und wichtiger sind, als die Freiheit der Emanzipation. Ja, das geht sogar so weit, daß sie das natürliche Recht verlieren, vom Partner innig geliebt zu werden.

Wenn der gewaltige Unterschied, der zwischen den Geschlechtern besteht, einfach verflacht oder ganz ausgelöscht wird, was bleibt dann noch übrig? Mit dem Erlöschen der Weiblichkeit ist die Frau zur Dekadenz verurteilt.

Die Frau als verantwortliche Trägerin des menschlichen Lebens birgt in sich das größte Schöpfungsgeheimnis der Natur. Einem großen Geheimnis steht der Mensch immer mit einer gewissen Ehrfurcht gegenüber. Aber wenn dieses Geheimnis in den Schmutz gezogen wird, so verwandelt sich die Ehrfurcht in Verachtung.

Jedenfalls empfinden wir es als einen großen Fehler, wenn man die Frau zur Emanzipation zwingt. Die Frauenrechtlerinnen haben es stets als ein Unrecht empfunden, wenn der Mann in seiner familienrechtlichen und öffentlichen Stellung über der Frau steht. Durch die erfolgte Freilassung sind jedoch die moralischen und ethischen Bande zwischen den Geschlechtern gelöst. Um jedoch dieses Übel auszugleichen, setzen sich die meisten dieser Frauen über alle diese Schranken hinweg, um ihre Begierden und die Befriedigung ihrer Sinne und des Fleisches in unkritisierter Freiheit zu finden.

DIE EMANZIPATION DER FRAU IST IN WIRKLICHKEIT EIN SCHLECHTER WITZ, EIN SCHRITT ZUR ENTARTUNG.

Es wäre besser, wenn man den Mann an seine PFLICHTEN erinnert hätte. Dem Mann hätte man mit aller Strenge des Gesetzes klarmachen müssen, daß die Frau keine Sklavin ist, sondern ein menschliches Wesen, das höchste Achtung und den naturbedingten Schutz des Mannes und der Gesellschaft verdient.

 

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