Sterbehilfe

Frage: Ist es eine Sünde, wenn der Mensch in die Gesetze der Natur eingreift?
ELIAS: Der Mensch hat Freiheiten, er kann selbst entscheiden. Aber der Mensch kann GOTT unterstützen, wenn es sich um Dinge handelt, die vom Widersacher inszeniert werden. GOTT ist gegen das Leiden. Der Widersacher ist für das Leiden.
Frage: In den meisten Fällen machen die Menschen GOTT für ihre schweren Leiden verantwortlich oder sie sagen, es gibt Ihn nicht, weil es so qualvolle Leiden gibt. Was sagst du dazu?
ELIAS: Über viele Generationen hinweg ist das Erbgut des Menschen schwer geschädigt worden. Die Ursachen bestehen in einer ausschweifenden Lebensweise und in Übertreibungen aller Art. Heutzutage kommt noch die Umweltverschmutzung hinzu. Die Luft wird verpestet, das Wasser wird verseucht und der Müll häuft sich. Das alles führt zu krankhaften Veränderungen. Schließlich wird der Mensch krank und muss oft qualvoll sterben. Selbstverständlich gibt es eine Grenze, wo der Mensch entscheiden kann, ob es überhaupt noch einen Sinn hat, ein Leben zu erhalten. In diesen Fällen ist der Mensch im Geistigen Reich besser aufgehoben. Aber wer glaubt schon daran? Die Angst vor dem Sterben ist ein Irrtum. Allerdings muss der Mensch ein einigermaßen gutes Gewissen haben.
Frage: Die prinzipielle Frage lautet: Darf der Mensch in schweren, unrettbaren Fällen die Euthanasie anwenden oder nicht? Also töten?
AREDOS: Diese Frage hat nichts mit Euthanasie zu tun! Denn Euthanasie heißt Sterbeerleichterung, also nicht töten! Grundsätzlich darf der Mensch keinen anderen töten, auch nicht, wenn er unrettbar dem Tode preisgegeben ist. Aber der Mensch kann und darf Sterbeerleichterung geben! Er kann Mittel anwenden, die zwar nicht heilen, aber weitgehend die Schmerzen lindern. Er soll auch dem Sterbenden einen Raum anbieten, der menschenwürdig ist, keinen Baderaum oder WC. Der Tod ist ein Naturgesetz. Solche gewaltigen Naturgesetze dürfen nicht verletzt werden, auch nicht in einem Krieg. Jede Diskussion ist überflüssig, wenn es sich um das Töten von Menschen handelt. Auch die Todesstrafe ist naturwidrig, sie darf nicht sein. Aber ein Schwerverbrecher sollte selbstverständlich von der übrigen Welt isoliert werden. Doch selten wird sich ein Verbrecher ändern, weil er keine Möglichkeit hat, die Wahrheit über sich selbst zu erfahren, auch wenn ihn der Gefängnispfarrer noch so häufig besucht. Sie gelten in den meisten Fällen doch nur als Quatschköpfe. GOTT ist das Leben und nicht der Tod, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Wenn ein Mensch sterben muss, so tritt das hierfür zuständige Naturgesetz in Kraft. Man braucht diese Gesetze nicht herbeizurufen – sie kommen von selbst. Aber der Mensch ist in der Lage, einen Sterbenden zu narkotisieren. Das ist Euthanasie, gegen die nichts einzuwenden ist. Doch das Sterben der Millionen auf den Schlachtfeldern, die skrupellos hingemordet werden, dagegen wäre das Töten eines Todkranken eine Barmherzigkeit. Doch das ist unmöglich, weil der Mensch zum Verbrechen neigt, wenn es um Gewinn oder Ruhm geht. Man soll auch keinen Menschen vegetativ am Leben erhalten. Wozu?
Frage: Was soll man tun, wenn ein Mensch im Sterben liegt und große Schmerzen hat. Soll man ihm Sterbehilfe zukommen lassen?
AREDOS: Eine Sterbehilfe besteht nicht darin, dass man einen Sterbenden umbringt. Aber auf alle Fälle soll man nicht sinnlos mit ihm herumexperimentieren, ihn quälen oder zusätzliche Schmerzen zu seinem Hinscheiden hinzufügen. Man soll ihn auch nicht zurückholen, wenn er bereits auf dem Weg nach Drüben ist. Ihr macht euch keine Vorstellungen von dem, was von unserer Seite unternommen wird, den Sterbenden in Empfang zu nehmen. Das alles wird durch Dummheit zerstört und schwierig gemacht.
Frage: Wenn der Schmerz nötig und wichtig für die Entwicklung ist, warum betont ihr da so nachdrücklich, dass alles getan werden muss, um dieses zu lindern?
ANTWORT: Ich tue das wohl, aber ich bin nicht einfältig genug, um anzusehen, dass ihr eine Welt habt, in der es kein Leid irgendwelcher Art gibt. Das Leben hängt mit den Signalen des Schmerzes eng zusammen. Ich weiß, das Leben ist unendlich und individuell. Um nun alle Stufen des Vorrückens erreichen zu können, müsst ihr euch ständig entfalten und dies bedeutet, dass ihr das, was noch nicht vollkommen ist, nach und nach zur Vollkommenheit bringen müsst – und das wird ein sehr schmerzlicher Prozess sein. Zur gleichen Zeit möchte ich aber sagen, dass ich sehr viel unnötiges Leid erkenne, das ihr selbst verschuldet habt. Das Leid, dass ihr euch selbst oder gegenseitig zufügt, ist meistens durch Unwissenheit, Eigensinn, Unglauben, Dummheit, durch Vorurteil oder Aberglauben entstanden. Dieses Unnötige Leid gehört nicht zur Entwicklung und muss abgeschafft werden. Jeder Mensch hat die hohe Aufgabe, sich dem Licht zuzuwenden. Und es gibt auch ein GEISTIGES LICHT!
Frage: Sollen die Ärzte einen alten, gebrechlichen Menschen oder einen aussichtslosen Kranken künstlich am Leben erhalten, obgleich sie wissen, dass er nur noch ein paar Tage zu leben hat?
ARGUN: Wir lehnen es ab, denn diesen Menschen werden doch nur Schmerzen zugefügt. Rettung gibt es in den Fällen nicht mehr, doch ihr Sterben wird erschwert.
Frage: Die Mediziner fragen nicht danach, ob der Sterbende nach dem Tode noch leidet. Für sie ist der Mensch nach dem Sterben völlig ausgelöscht und besitzt keinen Wahrnehmung mehr. Kannst du uns etwas zum Problem der Sterbehilfe sagen?
AREDOS: Die beste Sterbehilfe besteht darin, dass man den Sterbenden in Ruhe lässt und nicht versucht, seinen Sterbeprozess zu stören oder zu verlängern. Das ist gegen die Göttlichen Naturgesetze. Jedes Sterben braucht eine gewisse Vorbereitung auf das Leben nach dem Tode. Die unglaubliche Unwissenheit auf diesem Gebiet ist eine Sünde, wie man sie sich nicht vorstellen kann. Im Geistigen Reich gibt es selbstverständlich Sphären, in denen sich die kranken Seelen erholen können. Aber das wäre überflüssig, wenn die Menschen auf Erden nicht soviel Unsinn anstellen würden!
Frage: Hat der Mensch das Recht, überaus missgestaltetes Leben zu töten? Wie stellt ihr euch zu dem Gnadentod?
ELIAS: Wir können das Töten nicht propagieren, aber wir sind der Meinung, dass der Mensch unter Umständen das ausführen kann, wozu er fähig ist, nämlich den verlängerten Arm GOTTES dazustellen. Was positiv ist, ist auch keine Sünde. Ich weiß, dass viele meine Ansicht nicht vertreten werden, aber der Mensch hat überhaupt keine Skrupel, wenn es um die Macht oder um die Kriegführung geht. Warum Skrupel, wenn furchtbares Unglück abgewendet werden kann?
Frage: Könnt ihr uns etwas über den Tod des Papstes Johannes des 23. sagen?
ARGUN: Durch die dogmatische Haltung der katholischen Kirche, ist der Tod des Johannes des 23. nicht leicht gewesen. Man ließ ihn nicht in Ruhe sterben, sondern man hinderte ihn dauernd daran.
Frage: Wie wurde er bei euch aufgenommen?
ARGUN: Als gläubiger Christ selbstverständlich! Fehler haben wir alle und müssen sie ablegen. Was also wird der Papst hier bei uns tun? Er wird sie nach und nach erkennen und auch ablegen. Wenn er so weit ist, wird er eine neue Mission übernehmen. Auf alle Fälle wird er danach trachten, vorwärts zu kommen. Ich sage euch, der Papst Johannes der 23. hat in seinem letzten Erdenleben mehr abgebüßt, als er verschuldet hat. Wir werden ihm auf alle Fälle gerne helfen. Auf Erden ist es so, dass kein Papst aus seinen dogmatischen Fesseln heraus kann. Bei der Wahl achtet man schon darauf, dass er in dieser Hinsicht kein Revolutionär ist.
Frage: Nach dem Tode von Albert Schweitzer gab es ein Für und ein Wider. Wie beurteilt das Geistige Reich diesen Menschen?
ELIAS: Dieser Geist befindet sich in einer sehr hohen Sphäre, denn er hat sehr viel für seine Mitmenschen getan. Es ist selbstverständlich, dass solche Menschen ein Recht darauf haben, einen so hohen Platz einzunehmen. Wenn man etwas gegen ihn vorgebracht hat, so ist das ein großes Unrecht. Für Albert Schweitzer waren alle Menschen Menschen!

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