INTERVIEW MIT EINEM FÜHRER

Ex abrupto stehe ich Seiner Exzellenz gegenüber. Dieser Herr ist Führer einer großen Nation. Er ist Hauptverantwortlicher im großen Kräftespiel der starken Völker.

ASHTAR: Bitte lassen Sie Ihr Erstaunen. Sie sehen, daß ich Ihnen gegenüberstehe – und diese Tatsache können Sie nicht bezweifeln. Ich habe Sife aufgesucht, weil Sie mit die Verantwortung für diese Welt und diese Menschheit tragen. Stören Sie sich nicht daran, daß ich von einem anderen Stern bin. Ich habe einige wichtige Fragen an Sie zu stellen. Sie wissen doch, daß diese Erde von Menschen anderer Sterne besucht wird.

EXZELLENZ: Ich bin völlig überrascht. Aber ich weiß, daß andere Menschen zu uns kommen.

ASHTAR: Woher ist Ihnen diese Tatsache bekannt und warum wird sie nicht öffentlich zugegeben?

EXZELLENZ: Weil internationale Regierungsmeinungen eine solche Bekanntgabe nicht für angebracht halten.

ASHTAR: Nennen Sie-mir bitte die Gründe, die zu diesem Beschluß geführt haben!

EXZELLENZ: Zwischen den einzelnen Staaten auf dieser Erde besteht keine Einigkeit. Wenn wir zugeben, daß es eine außerirdische Menschheit gibt, die uns erreichen kann und über uns befehlen kann, so schädigt das unser Prestige. Wir müssen unser Ansehen wahren.

ASHTAR: Aber viele Menschen werden doch schon durch private Initiative unterrichtet. Die Wahrheit wird sich nicht länger unterdrücken lassen.

EXZELLENZ: Die amtlichen Stellen stehen über der privaten Initiative. Die Öffentlichkeit richtet sich nach amtlichen Bestätigungen oder Dementis. Außerdem bringt die private Initiative auch Hochstapeleien und Phantastereien hervor.

ASHTAR: Sind Sie der Meinung, daß uns die Regierungen fürchten?

EXZELLENZ: Soweit wir etwas über die außerirdischen Raumschiffe und deren Besatzung wissen, sind uns diese weit überlegen. Wir müssen sie deshalb als mögliche Feinde ansehen, die äußerste Gewalt anwenden, wenn wir uns nicht nach ihren Forderungen richten.

ASHTAR: Was glauben Sie, welcher Art diese Forderungen sein könnten?

EXZELLENZ: Es wurde darüber diskutiert. Es kann gar keine andere Forderung geben, als unsere Regierungsmacht aufzugeben. Darum kann es auch keine andere Lösung geben als nur die Feindschaft.

ASHTAR: Sind Sie der Meinung, daß die bestehenden Regierungen allein aus dieser Krise finden?

EXZELLENZ: Wir hoffen, daß unsere Nation mit Hilfe der Wissenschaft und Technik die größere Macht auf dem Gebiet der Zerstörung in den Händen haben wird.

ASHTAR: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, daß eine solche Übermacht gar nicht zur Anwendung kommen kann, weil sie den totalen Untergang der ganzen Welt bedeutet?

EXZELLENZ: Wir existieren nur noch, weil wir uns auch verteidigen können. Darum können wir den Wettlauf mit der Übermacht nicht aufgeben.

ASHTAR: Dieser Wettlauf ist eine Vorbereitung zur globalen Vernichtung. Halten Sie diesen Weg für verantwortlich?

EXZELLENZ: Wenn die Welt in Trümmern liegt, gibt es nichts mehr zu verantworten.

ASHTAR: Aus Ihren Worten spricht ein Atheismus. Glauben Sie nicht an GOTT?

EXZELLENZ: Ich glaube, daß das, was man als GOTT bezeichnet, eine universelle Entwicklung der Natur ist. Wenn der Planet untergeht, so gibt es noch Milliarden anderer, und das Universum hat keinen großen Verlust erlitten.

ASHTAR: Sie haben zugegeben, daß Sie nichts zu verantworten haben. Besitzen Sie nicht so etwas wie ein höheres Gewissen?

EXZELLENZ: Ich kann mich nicht von Sentimentalitäten leiten lassen. Ich verantworte alles vor den lebenden Menschen, die mich und meine Handlungsweise kritisieren. Wenn diese Menschen sterben, dann gibt es auch nichts mehr vor ihnen zu verantworten.

ASHTAR: Meine liebe Exzellenz, ich will Ihnen einmal etwas sagen: Sie besitzen zu wenig Wissen, um überhaupt etwas verantworten zu können, nicht einmal vor den Menschen, mit denen Sie zusammenleben.

EXZELLENZ: Das möchte ich mir sehr verbitten. Schließlich habe ich lange genug studiert und mich mühevoll emporgearbeitet. Glauben Sie, daß mir dieses Amt geschenkt worden ist?

ASHTAR: Meiner Meinung nach haben Sie vieles auswendig gelernt, ohne dabei Gewißheit gehabt zu haben, daß es sich dabei um objektive Tatsachen handelt.

Exzellenz: Ich habe alles studiert, was ich für mein Amt wissen muß. Es handelt sich um die besten Erkenntnisse, die auf dem Gebiet der Politik gesammelt worden sind. Nennen wir es einfach Staatswissenschaft.

ASHTAR: Sind Sie religiös? Ich meine, haben Sie auch die Bibel studiert.

EXZELLENZ: Ich bin auch darin unterrichtet, obgleich ich die Bibel nicht studiert habe.

ASHTAR: Glauben Sie, daß das, was in der Bibel steht, die objektive Wahrheit ist?

EXZELLENZ: Nein, ich bin der Meinung, daß sie ein Gemisch von Philosophie und historischen Begebenheiten ist. Was die Historie anbetrifft, mag sie wahr sein.

ASHTAR: Sie zweifern also daran, daß es einen persönlichen GOTT gibt, weil ER sich nicht sehen läßt. Sie glauben auch nicht an die Wunder, welche sich zugetragen haben sollen.

EXZELLENZ: Nein. Ich glaube an die Überlegenheit des menschlichen Verstandes, mit dessen Hilfe die Zivilisation entstanden ist.

ASHTAR: Was würden Sie sagen, wenn Sie plötzlich die absolute Gewißheit hätten, daß es tatsächlich einen GOTT gibt, der das ganze Universum lenkt?

EXZELLENZ: Ich bjn nicht der Mensch, der mit abstrakten Begriffen jongliert. Es lohnt sich nicht, sich derartiges vorzustellen.

ASHTAR: ie weiche^ meiner Frage aus, weil Sie die Frage beunruhigt. Würden Sie Ihr hohes Amt weiter so ausführen können, wie bisher, wenn ich mit der Behauptung, daß GOTT existiert, recht habe?

EXZELLENZ: Darauf kann ich Ihnen keine Antwort geben.

ASHTAR: Warum nicht?

EXZELLENZ: Weil dieser Gedanke alles über den Haufen wirft. Es ist unmöglich, Derartiges in Betracht zu ziehen, oder einen Vergleich mit unserem Leben anzustellen.

ASHTAR: Also, Sie sind der Meinung, daß GOTT nicht existieren darf, selbst wenn ER existiert, weil sich das ganze Leben der Menschheit mit dieser Gewißheit nicht vereinbaren läßt.

EXZELLENZ: Angesichts der Tatsachen, mit denen wir es zu tun haben, ist es besser, wir befassen uns nicht mit GOTT, sondern mit uns selbst.

ASHTAR: Sind Sie der Meinung, daß andere Regierunge^ ebenso denken?

EXZELLENZ: Die Welt wird nicht aus religiösen Erkenntnissen oder Vermutungen regiert, sondern nur aus der nüchternen Feststellung, daß der Stärkere das Recht hat.

ASHTAR: Der Stärkere hat nicht das Recht, sondern er nimmt es sich mit Hilfe der Gewalt. Sie wollen doch nicht behaupten, daß dieses Unrecht Recht oder Wahrheit ist und über einen Gottglauben gesetzt werden kann?

EXZELLENZ: Der Gottglaube ist in Regierungskreisen eine reine Privatsache. Der Glaube an die Zuverlässigkeit der Staatsführung ist eine bürgerliche Pflicht.

ASHTAR: Sie haben vorhin zugegeben, daß es sich nicht lohne, über die Existenz GOTTES nachzudenken. Als Begründung führten Sie an, daß sich eine solche Erkenntnis nicht mit dem Tun der Staatsführungen vereinbaren ließe. Ich sage Ihnen, daß die Staatsmänner eine enorme Wissenschaft ablehnen, die ein Hindernis ihres Denkens und Handelns darstellt.

EXZELLENZ: GOTT läßt sich nicht beweisen – und was sich nicht exakt beweisen läßt, gehört nicht zur Wissenschaft.

ASHTAR: Läßt sich die Existenz der Erde und des Universums auch nicht beweisen? – Sie geben der Wissenschaft alle Aufgaben und liefern alle Beweise. Das Leben beweist GOTT. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kann Leben nur von Leben kommen. Ebenso kann Intelligenz nur von Intelligenz kommen, Geist kann nur von Geist kommen.

EXZELLENZ: Die Intelligenz entwickelt sich aufgrund von Erfahrungen.

ASHTAR: Nein, die Intelligenz entwickelt sich mit Hilfe der Intelligenz, sowohl diesseits als auch jenseits. Die Intelligenz wird sogar aus der geistigen Dimension unterstützt, sonst gäbe es keine Inspiration. Was glauben Sie, was geschieht mit Ihnen, wenn Sie gestorben sind?

EXZELLENZ: Man wird mich einäschern.

ASHTAR: Ich fragte, was mit Ihnen geschieht und nicht, was man mit Ihrem Körper anstellt.

EXZELLENZ: Wenn ich tot bin, ist das Leben für mich aus, dann bin ich mausetot.

ASHTAR: Mausetot ist keine Erklärung dafür. Die fleischliche Hülle fällt vom Idl wie eine Schale, in der sich der eigentliche Kern befindet.

EXZELLENZ: Das ist ein Glaube, aber er ist keinesfalls bewiesen, sonst müßte/ich das unbedingt wissen.

ASHTAR: Sie können nur das wissen, was die Wissenschaft zugibt. Auch Sie besitzen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Staatswissenschaft, die Sie für sich behalten und nicht zugeben, weil Sie sich nicht bloßstellen wollen. Auch die Wissenschaft will sich mit dem Zugeben derartiger Erkenntnisse und Erfahrungen nicht bloßstellen. Man sieht darüber hinweg.

EXZELLENZ: Es gibt keine Beweise für das Leben nach dem Tode. Es ist wissenschaftlich unmöglich.

ASHTAR: Die Wissenschaft hat keine Regel für den Begriff „UNMÖGLICH“.

Es gibt Millionen solcher Beweise. Doch diese werden nicht in Betracht gezogen, weil die Verantwortlichen der Wissenschaft genauso atheistisch eingestellt sind wie Sie.

Diese Erkenntnis läßt sich auch nicht mit der Lebensweise der irdischen Menschheit vereinbaren. Die damit verbundene Verantwortung ist so ungeheuerlich, daß man jeden derartigen Beweis schaudernd zurückweist.

Alle Staatsführungen, und akademischen Wissenschaften wenden sich voller Grauen ge!gen eine feststehende Tatsache, die ihnen zu haarsträubend vorkommt.

Nicht die Tatsache der unsterblichen Seele ist haarsträubend, sondern die Tatsache der irdischen Politik und Lebensweise, welche verantwortet werden muß.

Das Göttliche Gericht ist eine Drohung, die keinem negativen Menschen in den Kram paßt. Er sagt darum: Laßt mich mit diesem Unsinn zufrieden.

EXZELLENZ: Mein Gewissen gegenüber der Ausübung meines Amtes als Staatsbeamter verbietet mir, mich mit metaphysischen Betrachtungen zu befassen.

ASHTAR: Würden die Regierungen die großen Kirchen dulden, wenn sie mit voller Überzeugung die Wahrheit von der unsterblichen, vollbewußten Existenz der menschlichen Seele lehren würden?

EXZELLENZ: Ich gebe zu, daß solche Lehren der Staatsführung feindlich im Wege stehen würden. Der Staat vernichtet aber mit roher Gewalt alles, was ihm feindlich ist.

ASHTAR: Aha! Die großen Kirchen fürchten also mit Recht die Wahrheit, weil sie die ganze Intoleranz des Staates fürchten. Man übt Toleranz gegenüber den Kirchen, solange sie nicht die reine Wahrheit lehren. Zwei elementare Wahrheiten sind gestrichen:

Das Weiterleben unmittelbar nach dem Hinscheiden – Und die Wiedergeburt ins irdische Leben.

Aber es gibt Glaubensrichtungen, die sich mit der Wahrheit befassen. Wie stellen sich die Regierungen zu diesen Gemeinschaften?

EXZELLENZ: Alle spirituellen Gemeinschaften sind den Staatsführungen ein Dorn im Auge. Aus diesem Grunde sträubt man sich auch gegen ihre staatliche Anerkennung. Um sie aus dem Wege zu räumen, werden ihre Lehren am besten als Aberglauben bezeichnet. Weil aber die großen Kirchen existieren wollen, wenden diese sich ebenfalls gegen alle spirituellen Gemeinschaften.

ASHTAR: Nun wissen Sie selbst, warum die Wahrheit nicht gelehrt werden soll. Aus diesem Grunde kommt die objektive Wahrheit auch nicht an das Ohr der Staatsmänner heran. Ich sagte Ihnen bereits: Sie sind nicht richtig orientiert. Sie wissen zu wenig von der geistigen Existenz. Einige große spiritualistische Gemeinschaften, deren Anhänger nach Millionen zählen, haben aus diesem Grunde auch schon ein großes Unrecht begangen und die Re-inkarnationswahrheit aus ihren Erkenntnissen gestrichen, damit sie dem Staat nicht zu unangenehm werden und auch von den Kirchen in Ruhe gelassen werden. Ich frage Sie jetzt: Ist das ein normaler Zustand ???

EXZELLENZ: Was würden Sie mir raten? Soll ich abtreten oder soll ich mich erschießen?

ASHTAR: Der erste Gedanke eines Regierungsgewaltigen ist immer der Tod. Entweder ist dieser für sich selbst oder für andere bestimmt. Selten gibt es Lösungen auf friedlichem Wege. Die Gewalt der Waffen steht diesen Menschen viel zu leicht zur Verfügung. Ich gehöre mit meinen Mitmenschen zu einer universellen Bruderschaft. Sie ist ein Beweis dafür, daß es möglich ist, in Frieden zu leben. Doch die Möglichkeit gibt es nur unter der Freiheit der Wahrheit. Auf dieser Erde ist die Wahrheit durch egozentrische und geltungswahnsinnige Unterdrücker zum größten Teil unmöglich. Würden Sie nach diesem Gespräch bereit sein, für die Wahrheit einzutreten?

EXZELLENZ: Nein. Ich bin nicht dazu bereit, weil ich es für unmöglich halte. Man würde mich für geistesgestört halten. Darum bitte ich Sie, nehmen Sie Rücksicht auf meinen guten Willen und sagen Sie niemandem etwas von unserer Begegnung. Ich bin überzeugt, daß man dieses Interview sowieso nicht glauben würde.

 

Ex aprupto ist Seine Exzellenz wieder allein. Vielleicht glaubt Seine Exzellenz, daß es nur ein böser Traum war. Schließlich sind die Nerven in dieser Weltkrise nicht die allerbesten. Ich weiß, daß man bereits behauptet hat, UFO-Begegnungen seien nur Trugbilder der Phantasie.

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