Dürfen wir bewerten?


Immer wieder werde ich darauf hingwiesen, dass man nicht bewerten solle. Diese, relativ weit verbreitete Ansicht wird teilweise dogmatisch vertreten. Imer wieder wird mir gesagt, man dürfe nicht bewerten! Das gilt auch für Wortwahlen, die eine Bewertung implizieren, beispielsweise für die Aussage, dass es eine negative Schöpfung gibt. Es handelt sich dabei um die Schöpfung des Widersachers. Die Absicht des Widersachers ist es, mit dieser, seiner Schöpfung der Arten, die Schöpfung GOTTES zu bekämpfen. Dies geschieht auf zweierlei Arten:

  1. Dadurch, dass in der Schöpfung scheinbar das „Recht des Stärkeren“ regiert und dies ganz normal zu sein scheint, zeigt er uns Menschen in der lebenden Natur die Vorbilder für ein katastrophales Fehlverhalten. In der Natur herrscht Krieg – und wir Menschen sind so dumm, dies nicht zu erkennen und haben dadurch die Maschinerie des Tötens und Zerstörens bis zur verheerenden Perfektion entwickelt.
  2. Auch die Tierseelen und Naturgeister haben Gefühle und Ängste – dadurch bauen sie sich Blockaden auf, wenn sie bedroht und ihre Körper bzw. Pflanzen verletzt und zerstört werden. Wir Menschen tun ein Übriges, weil wir die Tiere misshandeln und Quälen bis wir sie teilweise auf äußerst (für die Seele) belastende Weise töten und dann verzehren.

Ohne das negative Vorbild in der Natur sähe unsere Erde vollkommen anders aus. Wir Menschen haben keine Achtung vor der Schöpfung und misshandeln sie auf eine Weise, dass wir unsere Existenzgrundlage systematisch vernichten Das ist keine Wertung, sondern eine Tatsache!

Auch in medialen Durchgaben aus den Sphären des Lichts wird von einer negativen Schöpfung gesprochen. Wenn nun die Lichtboten, deren Aufgabe es ist, uns zu belehren, von der negativen Schöpfung sprechen, dann dürfen wir Menschen das auch. Es wird auch von der gegensätzlichen Schöpfung gesprochen – und das sogar im Originaltext der Gebote!

Es ist uns nicht verboten, Negatives als negativ zu erkenne, ganz im Gegenteil, wir sollen es erkennen, damit wir es uns nicht zum Vorbild nehmen. Wenn wir uns weigern, Negatives als negativ zu erkennen und zu bewerten, ist die Gefahr, das Negative zum Vorbild zu nehmen immer gegeben – und das ist mit Sicherheit nicht im Sinne GOTTES! Die Aussage, dass wir nicht bewerten dürfen, ist eine Einflüsterung des Widersachers, die verhindern soll – und dies auch erreicht – dass wir Negatives als negativ erkennen und für uns ablehnen.

Man sieht es als normal an, dass man sich am Rand zu einem Felsabhang vorsichtig verhältst, weil bei zu großer Annäherung die Gefahr des Absturzes besteht. In diesem Fall bewertet man die zu große Annäherung als Gefahr – und das ist gut so, weil mans sich damit vor möglichem Schaden schützt. Genau so müssen wir Verhalten, das die Seele zum „Absturz“ bringen kann, als Gefahr bewerten und erkennen, damit wir dieses für die Seele gefährliche Verhalten nicht nachahmen oder annehmen.

Zu glauben, in der Natur geschähe alles aus Liebe, ist ein gefährlicher Irrtum, denn die negative Schöpfung ist aus dem Hass des Widersacher auf GOTT entstanden. – Was aus dem Hass geboren wird, ist kein Produkt der Liebe und was aus Hass geschieht, ist keine Liebe. Dieses Quälen, Verletzen und Töten in der Natur geschieht nicht aus Liebe, sondern ist eine Folge des Hasses des Widersachers! Daran ändert auch die Tatsache, dass Alles miteinander verbunden ist, nichts. Wenn ein Mensch einen Anderen tötet, dann macht er dies, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass alle Seelen miteinander verbunden sind, also auch der Mörder und sein Opfer!


Text Quelle : aus Spirituellen Gedanken – vom Medium Peter Bernath persönlich zum Mitveröffentlichung autorisiert.