Text Quelle : vom Medium Peter Bernath persönlich zum Mitveröffentlichung autorisiert

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vierter Teil : 10.10  (Firmung)

b.) Als zweites Sakrament führt deine Kirche die ‚Firmung‘ an. Der Bischof legt beim Spenden dieses ‚Sakramentes‘ dem Firmling die Hand auf, salbt ihn und betet über ihn. Diese äußeren Handlungen sollen nun bewirken, daß der ‚Heilige Geist‘ über den Gefirmten kommt, wie er am Pfingstfest über die Apostel kam.

Es ist richtig, daß Christus verheißen hat, nach seiner Auferstehung Geister vom Vater zu den Gläubigen zu senden. Aber diese Ausgießung der Geister Gottes hatte er nicht an äußere Zeremonien eines Bischofs geknüpft. Die Boten Gottes sollten zu allen kommen, die innerlich würdig waren, sie zu empfangen.

Und wenn in dem Bericht der Apostelgeschichte auch eine Handauflegung in Verbindung mit der Ausgießung der Geister Gottes erwähnt wird, so waren diese Zusammenhänge doch ganz andere, als ihr heute annehmt.

Den Getauften oder den Neubekehrten wurden von seiten der Presbyter die Hand aufgelegt zum Zeichen der Aufnahme in die Gemeinde.

Da die Presbyter eine große mediale Kraft besaßen, so wurde bei den medial veranlagten Täuflingen die Odkraft durch die Handauflegung so gestärkt, daß nicht selten Kundgebungen der Geister Gottes durch sie erfolgten. Es brauchte dazu kein eigentlicher Trancezustand bei ihnen einzutreten, sondern die Einwirkung der Geisterwelt war oft dieselbe, wie du sie bei den sogenannten‚Inspirationsmedien‘ kennengelernt hast. Die unter dieser Einwirkung Stehenden sprachen Worte des Gebetes oder des Lobpreises Gottes, was euch aus den ersten christlichen Jahrhunderten als‚Beten im Geiste‘ bekannt ist. Auch waren es oft Worte der Ermahnung und Belehrung, durch welche die Umstehenden tief erschüttert wurden.

Ferner wurden bei denen, die eine besondere Aufgabe in den christlichen Gemeinden zu erfüllen hatten, die Handauflegung vorgenommen, um dadurch zu bekunden, daß sie als Werkzeuge Gottes zu gelten hatten, nachdem sie von Geisterboten Gottes als solche bestimmt worden waren. Wenn daher der Apostel Paulus seinen Mitarbeiter Timotheus ermahnt, niemand übereilt die Handauflegung zu erteilen, so meint er damit zweierlei:

Einmal sollte er keinem zur Ausbildung als Medium behilflich sein, den er nicht vorher nach seinerinneren Gesinnung und Standhaftigkeit im Glauben erprobt hatte, damit nicht die Gefahr bestand, daß das Medium nachher dem Bösen verfiel und dadurch großen geistigen Schaden in der Gemeinde anrichtete.

Ferner sollte er bei keinem die Handauflegung zum Zeichen der öffentlichen Anerkennung als Werkzeug für eine bestimmte Aufgabe vornehmen, wenn nicht ein Geist Gottes ihn ausdrücklich für diese Aufgabe benannt hatte.

Einer, dem bloß die Heilkraft zuteil geworden war, durfte nur zur Krankenheilung verwendet werden, und nicht etwa für das Lehramt. Denn dazu war er weder berufen noch befähigt.

1. Korinther 12, 29 – 30: ‚Sind etwa alle Apostel?‘, fragt Paulus im Korintherbrief. ‚Sind alle geistliche Redner? Sind alle Lehrer? Besitzen etwa alle Wunderkräfte? Haben etwa alle die Gabe der Heilung? Reden etwa alle in fremden Sprachen? Können alle die fremden Sprachen in die Muttersprache übertragen?‘

Und wenn Paulus an denselben Timotheus die Mahnung richtet, die Gnadengabe Gottes, die ihm durch seine Handauflegung zuerkannt worden sei, zu heller Flamme anzufachen, so meint er die Gabe des Lehramtes. Timotheus war von Paulus auf Weisung eines Geistes Gottes durch Handauflegung alsLehrer der Heilswahrheiten feierlich anerkannt und ausgesandt worden. Aber er wurde kleinmütig und verzagt wegen der großen Schwierigkeiten, die ihm bei Ausübung seines Lehramtes begegneten.

Wenn du das Wirken der Geister in der ersten christlichen Zeit mit dem vergleichst, was ihr heutedarüber lehrt, dann wirst du finden, wie weit ihr auch in diesem Punkte von der Wahrheit abgeirrt seid.

Gottes Geist läßt sich nicht von Menschen durch äußere Handlungen nach menschlichem Belieben austeilen. Er kommt zu denen, die sich ihn innerlich verdienen und nach ihm sehnliches Verlangen tragen, ohne Bischof und bischöfliche Salbung. Der Geist Gottes weht, wo er will und nicht, wo die Menschen wollen, daß er wehen soll.

Vor der Erlösung durch Christus war über die ganze Menschheit der Geist der Finsternisausgegossen. Furchtbar waren die Wirkungen, welche die bösen Mächte auf die Menschen ausübten. Das erkennst du an den vielen Fällen von Besessenheit, die in der Bibel bei den Heilungen Christi erwähnt werden. Anderen fügten die bösen Geister schwere körperliche Schäden zu. Ihr lest in den Evangelien von solchen, die infolge der Einwirkung eines bösen Geistes stummtaubstummblind,fallsüchtig waren. Bald war es ein einzelner der bösen Geister, der sich auf sein Opfer stürzte, bald war es ein ganzes Heer. ‚Unsere Zahl ist Legion‘ bekannte einer dieser Geister.

Wenn auch die Mehrzahl der Menschen die Macht des Bösen nicht in so offenkundiger Weise an sich erfuhren, wie die von den bösen Geistern körperlich Gequälten, so war doch das Böse auch beiihnen in der Weise übermächtig, daß es die Erkenntnis der Wahrheit und des Guten verhinderte und die Herzen verstockte.

Auch die Erlösung hat an diesem Einfluß der bösen Geister auf die, welche durch ihren Unglauben dem Bösen freiwillig verfallen blieben, nichts geändert. Auf die, welche dem Satan der Gesinnung nach angehören, übt er auch jetzt noch seine Macht in demselben Umfange aus wie vorher.

Auch ihr habt heute viele Besessene! Ihr nennt sie Irrsinnige (Schizophrene), die in allen Fällen, wo kein Fehler des Gehirns vorliegt, zu den Besessenen gehören.

Bei denen, die zum Glauben an Gott und zum Gehorsam gegen ihn zurückkehren, ist die Macht des Bösen seit der Erlösung gebrochen. Freilich haben auch sie immer noch zu kämpfen und bedürfen, wie Paulus sagt, der Waffenrüstung Gottes, damit sie gegen die listigen Angriffe des Teufels festbleiben.

Epheser 6, 12:   ‚Denn sie haben nicht mit Wesen von Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit den außerirdischen Mächten und Gewalten, mit den Herrschern der Finsternis, mit dem Heer der bösen Geister im Universum.‘


Weiter bei: 10.11 Die Bedeutung des Abendmahls.