Das geistige Wissen und die Entwicklung in der Technik müssen Hand in Hand gehen, damit die Ausgewogenheit erreicht ist; die Waage stimmt; damit der freie Wille sich in der Vernunft bewähren kann.

Leider hat die Menschheit diese Quelle allen Übels noch nicht erkannt. Darum sind auch noch keine Anstrengungen gemacht worden, diesen Zustand zu ändern. Man denkt zwar an die Erziehung und Bildung der Jugend, aber man vergißt dabei, daß die ältere Generation ebenfalls noch einer gewaltigen Änderung bedarf. Die ältere Generation vererbt ihre falschen Begriffe auf die Jugend – impft dieser den Irrtum ein.

Es gibt in allen Dingen, ganz gleich um welche Werte und Vorstellungen es sich handelt, immer zwei Seiten: Nämlich eine positive und eine negative. Diese Tatsache ist kein Gesetz; sondern resultiert aus dem Mißverhältnis zwischen den großen Schöpfermächten. Das Gute will den Fortschritt und das Böse will die Zerstörung. GOTT und seine Widersacher haben diesen Zustand noch nicht beendet.

Der Kommunismus hat die Aufgabe, das Negative vom Positiven zu trennen. Die Demokratie muß das Gleiche tun. Sogar die Wissenschaft hat diese heilige Aufgabe. Auch die Theologie muß sich dazu bereitfinden, sonst erstarrt sie im Irrtum.

Der Schmutz muß mit aller Energie aus allen euren Errungenschaften ausgefegt werden; denn der Teufel hat überall seine Nase reingesteckt. Aber ihr unterstützt den Teufel, den ihr für eine sehr lächerliche Märchenfigur haltet. Das ist einer der größten aller Irrtümer. Er ist ein negativer Geist, dessen Macht und Gefährlichkeit unvorstellbar ist.

Das Verhältnis zwischen positivem Wissen und negativem Wissen ist überhaupt nicht beachtet worden; sonst könntet ihr nicht die Tausende von Irrtümern aufbewahren, lehren und verehren.

Es ist die Technik, die euch so verblendet; denn die geistigen und wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen weit hinter der Technik zurück. Die Materie ist euer Götzengott. Der Geist ist euch überaus unwichtig.

Die Ursachen für diese Fehlentwicklung liegen hauptsächlich in den falschen Schlußfolgerungen, wie sie auch heute noch bei euch auf allen Gebieten vorkommen. Ihr trefft eure Schlußfolgerungen viel zu leichtfertig und übereilt. Außerdem habt ihr eine besondere Vorliebe für alte Vorurteile, mit denen ihr geradezu meisterhaft jongliert. Aber euch hypnotisiert die Welt der Materie so sehr, daß ihr über den Horizont der Materie nicht hinausschauen könnt.

Der Mensch besitzt eine größere Masse Hirn als er zum Denken und Regulieren benötigt.

Der zivilisierte Mensch hat bestimmte Funktionen seines Hirns eingestellt, da die Technik ihm diese Funktionen abgenommen hat. Wir SANTINER haben jedoch, trotz einer unerhörten Technik, diese Spezialfunktionen des Gesamthirns behalten. Das ist der bedeutende Unterschied zwischen irdischen und außerirdischen Menschen.

Naturvölker haben die Funktionen des Gesamtgehirns noch nicht eingestellt. Ein Buschneger, wie er z.B. bei den Papuas in Neuguinea vorkommt, benutzt den besagten Teil seines Gehirns zu übersinnlichen Funktionen. Er verständigt sich telepathisch; ja sogar mit abgeschiedenen Seelen seiner Verwandten und Freunde. Der Buschneger wird gewarnt, wenn er in Gefahr ist. Er spürt über das Hirn den Feind, auch wenn er jenseitig ist. Kein Wunder, daß der Buschneger überall Geister sieht, mit ihnen spricht und mit ihnen gewissermaßen noch zusammenlebt und der zivilisierte Kulturmensch das nicht mehr kann, bis auf äußerst geringe Ausnahmen.

Doch der zivilisierte Mensch ruht in technischer und zivilisierter Kultursicherheit. Er kann also dieses Phänomen wegen Mangel an einer Selbsterfahrung nicht begreifen und spottet darüber.

Ihr müßt einsehen, wie töricht dieses Urteil ist. Ein stillgelegter Teil eures Hirns versperrt euch die nötige Einsicht in ein Mysterium von gewaltigem Ausmaß. Das ist ein echter, großer Irrtum.

Nun müßte eigentlich die Häufigkeit des Phänomens entscheiden. Aber auch das ist nicht der Fall, weil die Voreingenommenheit gegenüber den Primitiven viel zu groß ist. Der Kulturmensch traut dem Primitiven keine Objektivität in dieser Weise zu.

Entscheidend für den Kult ist nicht der Ort, sondern die Fähigkeit, die geistigen Bereiche zu spüren und sie zu erkennen. Die geistigen Wesenheiten sind absolut existent, so daß sie von einem medialen Menschen mit diesen Fähigkeiten wahrgenommen werden können.

Der über die ganze Welt ausgedehnte Geisterkult hat seinen Ursprung nicht aus der Primitivität; sondern aus der Realität. Er wird nur verschieden ausgeübt. Indem sich der Kulturmensch von der Primitivität der Naturmenschen distanziert, entfernt er sich auch von der Realität ihrer übersinnlichen Begabung.

Natürlich haben primitive Menschen Wahrnehmungen der geistigen Welt, die ihrer Entwicklung entsprechen, nach dem Gesetz Gleiches zu Gleichem. Aber es ist durchaus möglich, sich die Freundschaft höherer Entwicklungsstufen zu erarbeiten. Aber das kostet Anstrengung – und wer ist dazu schon bereit? Außerdem müßten die alten Spielregeln erst wieder erlernt werden.

Auf diesem Stern und seiner geistigen Umgebung ist die Hölle sehr groß und der Himmel nur unsagbar klein. Die Unsauberkeit unterstützt die niederen Sphären, die sich entsprechend betätigen. Wo der Schmutz dominiert, kann von GOTT keine Rede sein.

Doch wenn es der Erdenmenschheit mit allen Rassen zu schwer fallen sollte, GOTTES Existenz nachzuweisen, so wende sie sich zuerst an die Hölle. Sie ist unvergleichlich größer und näher auf diesem Erdenplanet. Sie läßt sich aus diesen Gründen viel leichter beweisen. Das negative Verhalten der Erdenmenschheit gibt die Gewähr für einen eindeutigen Nachweis dieser dämonischen Mächte.

Selbstverständlich bleiben die Weißen von den Geistern eher verschont, da ihnen die‘ entsprechende Medialität fehlt und die Hirnfunktionen in dieser Hinsicht eingeschränkt bzw. nicht mehr benutzt werden.

Die reale Tatsache bleibt bestehen. Alles entsteht aus der Wahrheit, auch wenn sie später entstellt wird. Auch der Europäer handelt kaum anders; nur seiner Kulturstufe entsprechend. Die theatralischen Vorführungen der vielen Kirchen und Sekten sind nicht viel anders, sondern nur den Umständen angepaßt. Hinter diesen pomphaften Aufführungen ist aber leider weniger jenseitige Objektivität und Wahrheit vorhanden als bei den primitiven Buschnegern.

Die Mehrheit der Erdbevölkerung nimmt an, daß der Glaube das verlangte Vertrauen zu etwas Unbeweisbarem sei. Wer also nicht ein blindes Vertrauen entgegenbringt, der ist nicht glaubensfähig. Die Folge ist, daß die Mehrheit aller Gottgläubigen nicht aus einem WISSEN, nicht aus einer absoluten ÜBERZEUGUNG und Selbsterfahrung glaubt, sondern weil man es von ihr fordert.

Diese Menschen wollen nicht abseits des Glaubens stehen. Sie wollen zu den Gottsuchern gezählt werden, aber sie wissen nicht, ob ihr blinder Glaube gerechtfertigt ist oder nur eine Sehnsucht nach einer Fata Morgana darstellt. Diese Unsicherheit im religiösen WISSEN führt dazu, daß sie sich selbst in keiner Weise ändern. Sie leben dahin ohne jeden Versuch, sich höher zu entwickeln. Aber sie verlassen sich im Unterbewußtsein auf die Möglichkeit, daß die Liebe GOTTES ihnen so weit entgegenkommt, daß, wenn ER wirklich existiert, ihnen alles Unrecht und ihre Unvollkommenheit verzeihen wird. Das ist die tatsächliche Situation des irdischen GOTTGLAUBENS aller Richtungen, die Priester keinesfalls davon ausgenommen.

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