Das Leben auf dieser Erde ist durchaus kein Zufall und diese Annahme kann tatsächlich nur mit boden­loser Dummheit be­zeich­net werden, denn der philosophische Gott ist nicht der wirk­liche SCHÖP­FER. Der wirkliche SCHÖPFER ist ein offenbarter GOTT, das heißt, Seine Existenz ist nicht erdacht oder erfunden, son­dern durch Seine MACHT und Seinen WILLEN offenbart worden. Die Offenbarung GOTTES ist so alt, wie es je Menschen im Univer­sum gegeben hat und geben wird. Die Offenbarung GOTTES ist zeitlos.

Ebenso ist sie nicht an einen bestimmten Menschen gebunden, noch an ein Studium oder an einen Be­ruf. Ein Kind kann zum Of­fenbarungswerkzeug wer­den. Ein Verbrecher kann GOTTES Wort verkünden. Einem Heiligen kann GOTTES Wort im Munde stec­ken blei­ben. Es gibt für die Offenbarung GOTTES weder Zeit noch Raum, sie ist derart gegenwärtig, wo sie erfor­derlich ist. Die Offen­barung kann niemals verboten werden, noch unter Strafe gestellt werden; sie ist keine Altertumserscheinung, sondern sie hat sich bis auf die heutige Stunde überall fortgesetzt.

Wenn die Offenbarung GOTTES in der Heiligen Schrift auf der letz­ten Seite versiegelt ist, so hat die­ses Siegel nichts mit GOTT zu tun, sondern ist eine Zutat menschlichen Irrtums.

Johannesoffenbarung 22. 18-19: Ich bezeuge je­dem, der die pro­phetischen Worte dieses Bu­ches hört: Wer etwas hin­zufügt, dem wird Gott die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrie­ben steht. Und wer etwas weg­nimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Le­bens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in diesem Buch ge­schrieben steht … Siehe auch 5. Mose 28. 15-69

Die Kirchen fallen auf das verfälschte Wort GOTTES glatt her­ein, weil sie einen Kadavergehorsam gegen das geschriebene Wort zei­gen. Es wäre begrüßens­wert, wenn die Kirchenverantwortlichen einen der­artigen Gehorsam auch gegen GOTT selbst zeigen würden!

Wo der Zweifel besteht, da muss die Vernunft siegen. Doch die Vernunft kommt nicht aus dem geschrie­benen Wort, sondern aus der Erfahrung und dem nüchternen Verstand des Menschen. Das geschrie­bene und gedruckte Wort allein genügt nicht, es muss ge­prüft, gewogen, gezählt und gesiebt werden. Das sollten sich die Kirchen der Welt merken!

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In nomine dei, das habe ich der Wissenschaft zu sa­gen: Wenn die exakten Wissenschaften diesen einzi­gen Weg, den Weg des Spiritualismus, nicht gehen wollen, so wird es hier auf Erden eine Katastrophe geben, wie sie sich kein Mensch in seiner kühn­sten Phantasie vorstellen kann.

Die erste, wirklich gute Tat, eine sittliche Tat, würde darin be­stehen, dass die Christlichen Religionen die Bibel korrigie­ren. Was als negative Inspiration ent­fernt wird, kann durch wissen­schaftliche und logi­sche Betrachtungen ersetzt werden. Ersetzt Dogmen durch Logik!

Die sittliche Tat besteht darin, nicht nur Gesetze zu schaffen, zu strafen, zu verfluchen und zu verdam­men oder zu belohnen, son­dern ohne Ausnahme darin, ein positives Beispiel zu sein.

Darum reinigt die veralterte, verderbliche Philoso­phie von al­len Irrtümern!

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Der Mensch sieht die Welt immer von sich aus, also stets ist der Mensch der Mittelpunkt allen Seins. Aus dieser Perspektive sieht er seinen SCHÖPFER von sich aus. Wenn er sich GOTT groß vorstellt, so denkt er sogleich an das ganze Universum. Denkt er sich GOTT klein, so stellt er sich über den SCHÖP­FER. Da der ALLMÄCHTIGE dem Menschen nicht als Ungeheuer oder als großer Zauberer begegnet, wird er zur Märchenfigur herabge­setzt. Die wirkli­che, wahre Größe GOTTES besteht in Seiner Erfah­rung und Macht.

Das Beispiel der sittlichen Tat wird von der Intelli­genz gefor­dert. Die Kirche oder vielmehr die Religio­nen erheben den höch­sten Anspruch auf diese Intel­ligenz. Die Masse soll sich nach dieser Intelligenz richten. Je schlechter aber das Beispiel der Intelli­genz ist, um so schlechter ist auch das Nachahmen der Masse. Das Beispiel der sittlichen Tat ist durch­aus dem Kausal­gesetz unter­worfen. Das Beispiel ist immer die Ursache, die Nachahmung immer die un­ausbleibliche Wirkung.

Die Geistlichen und Priester sind jedoch die Reprä­sentanten der Intelligenz. Sie sind jedoch mehr als das, das heißt, sie soll­ten mehr als das sein, näm­lich Repräsentanten einer Göttlichen Intelligenz! Aus diesem Grunde ist es klar, dass das Amt eines Geist­lichen und Priesters ein sehr verantwortliches und schwe­res Amt ist. Ein solches Amt verlangt den be­sten Verstand und ein weltweites Wissen auf allen Gebieten. Das Amt eines Prie­sters ist mehr die Auf­gabe eines Arztes. Doch wie ist es lei­der in Wirklich­keit bestellt?

Kein Wunder, dass das Volk sich gegen die Priester erhebt, dass es nicht mehr an GOTT glaubt. Ein Stu­dent, der mangels ausrei­chenden Fleißes oder man­gelnder Begabung sein Examen nicht be­stehen kann, der rettet sich und das Ansehen in das Amt eines Geistlichen, denn dazu reicht es immer. Die Dorfpfarrei ist der letzte Hoffnungsanker eines min­derwertig Begabten.

Wie aber sollen solche Menschen ihrer ihnen zuge­teilten Gemein­de das Große Wunder der Schöpfung klar machen? Das größte und kaum fassbare Wunder GOTTES, das sie selbst nicht begrei­fen kön­nen? Diese Geistlichen üben ein Amt aus, das sie wie ei­nen bür­gerlichen Beruf auffassen, etwa wie das Schneidern oder Schu­stern. In das Amt eines Prie­sters oder eines Geistlichen ge­hört die überdurch­schnittliche Begabung eines aufgeschlossenen, vor­urteilslosen Forschers, eines Naturwissenschaftlers und Arztes.

Wie weit ist aber ein Atomphysiker von der wissen­schaftlichen Er­klärung GOTTES entfernt? Er steht an der Schwelle der letz­ten Geheimnisse des SCHÖPFERS, aber er wagt nicht den ent­scheiden­den Schritt in dieses Mysterium zu tun.

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In nomine dei – das habe ich der Menschheit auf dieser Welt zu sagen: Jedenfalls steht soviel fest, dass die Verehrung eines allge­genwärtigen SCHÖPFERS in eine einzige Form gefasst werden könnte. Alle an­deren Formen sind überflüssig und verwirren nur die Vorstellungen von einem GENIALEN SCHÖPFER, der der Mensch­heit mit Verstand und Bewusstsein vorausgegangen ist – und noch heute existiert.

Alle Propheten und Inspirierten, einschließlich CHRISTUS, sind Mittler zwischen GOTT und der Menschheit. Die Qualitäten der Seelen sind auch bei allen Propheten verschieden gewesen. Die überra­gende Größe einer qualitativen Seele hatte JESUS CHRISTUS unter Beweis gestellt.

Doch jede Seele, welche ein eigenes Bewusstsein trägt, mit Ver­nunft und allen Sinnen ausgestattet ist, stammt vom SCHÖPFER ab, ist Sein Ebenbild und daher ein Kind GOTTES!

Wir können in CHRISTUS selbstverständlich einen Fürsprecher für uns Menschen verehren, denn es gibt keinen Zweifel darüber, dass er im Rate GOTTES mit den höchsten Platz einnimmt, so­fern es sich um Seelen handelt, welche einmal hier auf Erden ge­lebt ha­ben. Ein Denkfehler besteht in dem Augenblick, wo wir CHRISTUS an Stelle des SCHÖPFERS setzen oder seine Person mit dem SCHÖPFER verwechseln, so dass wir alle beide in eins sehen.

Dieser Denkirrtum hat dazu beigetragen, die Reli­gionen aufzu­spalten, außerdem sträubt sich gegen diese Auffassung tatsäch­lich der gesunde Men­schenverstand, auch wenn dieser Irrtum im besten Rahmen präsentiert wird. Kein Wunder, dass die Philosophie in diesen religiösen Auffassungen kein klares Bild erkennen konnte.

Wenn die Menschen früher behauptet haben, dass die Sonne auf- und untergeht, oder dass die Erde ei­ne Scheibe sei, über welche der Himmel gestülpt sei, so glaubte man damals aufgrund der Erfahrung und aufgrund des Augenscheins, dass diese Auffassung richtig sei. Die fortschreitende wissenschaftliche Er­kenntnis hat diese Auf­fassung allmählich beseitigt und durch logische Belehrungen er­setzt. Die alten Ansichten mussten der logischen Berechnung wei­chen.

Die Theologie ist die einzige Wissenschaft auf Erden, welche sich dieser Entwicklung nicht beugen will. Die Religionen, wel­che die Theologie ausmachen, wollen sich nicht den logischen Er­kenntnissen un­terordnen. Die Theologie ist konservativ und ei­gen­sinnig. Die Priester zeigen ein Verhalten, das GOT­TES Zorn her­aufbeschwören müsste.

Selbst wenn es eine Religion gäbe, welche in allen Punkten das Höchste Recht und die größte Objekti­vität vertritt, so wäre sie in dem Augenblick keinen Cent wert, wenn der gesündeste Menschenverstand eine solche Religion nicht begreifen kann, weil sie außerhalb des menschlichen Begreifens liegt.

Eine Religion muss so sein, dass sie der Dümmste auf Erden ver­ste­hen kann, ohne dass er dabei Kopf­schmerzen bekommt. Unsere heuti­gen Religionen – und zwar alle, ohne Ausnahme – sind derartig ver­wickelt und voller gegenseitiger Widersprüche, dass mehr Un­heil als Segen daraus entspringt.

Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit, eine Re­ligion so ver­ständlich zu machen, dass sie von den Menschen verstanden wer­den kann. Die Menschheit braucht einen ”wissenschaftlichen” GOTT, weil sich heute die Menschheit in einem Stadium der Ent­wicklung befindet, wo alles seine wissenschaftliche oder techni­sche Er­klärung haben muss. Es fehlt die richtige wissenschaftliche Erklärung für das Un­sichtbare des Geistes – und GOTT gehört zu die­ser unsichtbaren Welt, auch wenn ER die Materie er­schaf­fen hat.

Der Spiritualismus ist ein interessantes For­schungsgebiet, das die Möglichkeit bietet, jede Er­klärung des unsterblichen Geistes zu liefern.

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Spinoza sagte: ”Ich erkenne GOTT als eine innewohnende Ursache aller Dinge und nicht als Ursa­che außerhalb ihrer an.”

Aus der persönlichen Jenseitserfahrung heraus ist es mir gegeben, auf die Definition meines Kollegen Spinoza zu antworten. Spinoza hat auf Erden nicht den Mut aufgebracht, das Wort ”Gott” als einen Be­griff ganz abzustreiten. Er hat deshalb einen Kompromiss vorgenommen und er änderte somit die be­griffliche Vorstellung GOTTES.

Demnach ist das gesamte Weltall mitsamt der Mate­rie und allen Feuersgluten ein Körper des ALL­MÄCHTIGEN. Eine große Ehre für den SCHÖPFER, IHN so unermesslich groß darzustellen – aber ein verwerflicher Irrtum, IHN so unpersönlich im Sinne ei­ner indivi­duellen, denkenden Weisheit und Ver­nunft zu verunzie­ren!

Spinoza widerspricht sich glatt, wenn er einerseits eine Kausali­tät anerkennt – und anderseits diese Ur­sache in der Wirkung sucht. Das ist unmöglich!

Diese verdrehte Definition hat leider die großen So­zialisten Marx und Engels als eine bedeutende Grundlage für ihre Arbeiten ge­dient. Kein Wunder, dass sich dieser gottlose, gottfeindliche und gottun­individuelle Sozialismus völlig fehlentwickeln musste.

Sehr richtig sagte Spinoza aber: ”Die Philosophie darf es sich nicht erlauben, Irrtümer aufzunehmen, um sie später mit dem all­zumenschlichen Irren zu entschuldigen. Die Philosophie hat einen sehr welt­weiten Einfluss auf unser ganzes Wissen – und Wis­sen wird zu einer Macht.”

Ich füge dem hinzu, dass somit auch der Irrtum zu einer Großmacht werden kann, wenn man sich jeder Berichtigung ab­sichtlich ver­schließt. So ist es aber in der damalige Sowjetunion, gewesen.

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Das größte Mysterium im ganzen All und im ganzen materiellen Uni­versum besteht in der Erinnerung. Diese gehört zur Intelligenz, ja, sie macht sie über­haupt erst möglich. Eine Erinnerung ist aber wert­los, wenn sie vergänglich ist, das heißt, an einer be­stimmten Stelle oder durch eine besondere Ursache plötzlich auf­hört.

Das ganze Universum ist von der Erinnerung ab­hängig, sie ist überhaupt die regierende Haupteigen­schaft GOTTES. Alles be­ruht auf Erfahrung – und diese muss geistig erfasst, erkannt und ver­ewigt wer­den, sonst kann sie niemals als eine Erfahrung in An­wendung kommen. Ganz gleich, ob der Mensch zu dieser Geistigen Tätigkeit GOTT oder Natur sagt, immer bleibt die geistige Er­fahrung und Erinnerung bestehen.

Die Erinnerung wird erst zur Erfahrung und sie kommt durch ei­ne weitere geistige Verarbeitung und Tätigkeit zur Anwendung. Nur so – und auf keine andere Weise – ist das Weltall mit allen sei­nen For­men zustande gekommen.

Erinnerung und Erfahrung sind auch dem Men­schen zu eigen – und somit besitzt er das Höchste Göttliche Erbe und zugleich die geistige Unsterblich­keit.

Viele Unzulänglichkeiten des Menschen zwingen ihn, seine Erin­nerungen und Erfahrungen aufzuzeich­nen, damit sie der Nachwelt als Stütze nicht verloren gehen. GOTT hat solche Aufzeichnungen nicht nötig. Sein Fassungsvermögen für jede Erinnerung und Er­fahrung ist vielmals größer als das einer gan­zen Menschheit! Außerdem stehen IHM auch alle Erfah­rungen zur Verfügung, die durch ENGEL, Geister oder Menschen je gemacht werden können

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